Vor- und Nachteile

 
 

Acrylnägel sind sehr hart, härter als Gelnägel, daher kann es sehr schmerzhaft sein, wenn sich der Träger irgendwo anstößt. Durch die Härte sind die Acrylnägel aber sehr haltbar und belastbar und der Träger hat lange Freude daran. Anders als bei Gelnägeln ist es nicht zu spüren, wie die Acrylmasse aushärtet. Das ist eindeutig als Vorteil zu werten, denn bei den Gelnägeln kann das Aushärten äußerst unangenehm werden. Die Acrylnägel wachsen nicht mit dem Naturnagel mit, das heißt, es entsteht mit der Zeit ein Spalt zwischen Nagelhaut und dem Acrylnagel. Dieser sollte dann aufgefüllt werden, um die Ästhetik zu erhalten. Das Modellieren von Acrylnägeln ist schwieriger als das Modellieren von Gelnägeln. Ungeübt ist es fast unmöglich. Daher wird diese Technik nicht in allen Nagelstudios angeboten und liegt oft preislich höher als bei den herkömmlichen Gelnägeln. Dafür wirken die Acrylnägel, wenn sie gut gemacht sind, sehr natürlich, da sie äußerst dünn sind. Außerdem können Fingernägel aus Acryl ohne Hilfsmittel von den Naturnägeln abgelöst werden, was bei Gelnägeln nicht der Fall ist. Hier wird ein spezielles Mittel benötigt.
Acrylnägel werden mit der Zeit matt, um sie wieder glänzend zu bekommen, können sie mit einer Feile poliert oder mit einem Klarlack lackiert werden.

Etwa alle drei Wochen sollten die Acrylnägel aufgefüllt werden. Da die Acrylnägel auf UV-Licht reagieren und sich gelblich verfärben können, ist es sinnvoll, vor dem Besuch eines Solariums oder längerem Aufenthalt in der Sonne, einen speziellen Sunblocker aufzutragen.

Genauer über Acryl:
Die Modellage mit Acryl wird auch als Pulver-Flüssigkeit-Technik bezeichnet. Flüssiges Acryl wird mit Acryl-Pulver gemischt. Wobei das Pulver chemisch als Polymer und das flüssige Acryl als Monomer bezeichnet wird. Polymere bestehen aus Molekülen, die langkettig miteinander verbunden sind, Monomere hingeben aus unzusammenhängenden Molekülen. Bei der Vermischung von Pulver und flüssigem Acryl kommt es zu einer chemischen Reaktion, der sogenannten Polymerisation (=Aushärtung). Im Gegensatz zu Gelnägeln wird also bei der Nagelmodellage mit Acryl kein UV-Licht zur Aushärtung der Masse benötigt. Von der Aushärtung der Acrylmasse merkt man allerdings nichts.